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<title>Polavision</title>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Polavision</b> war ein 1977 von <a href="Polaroid" title="Polaroid">Polaroid</a> vorgestelltes und im Mai 1978 in den Markt eingeführtes „Sofortbild“-Schmalfilmsystem. „Sofortbild“ bedeutete dabei, die Filmkassette konnte wenige Minuten nach dem Belichten vorgeführt werden, indem sie in ein spezielles Betrachtungsgerät – mit Anschluss an das Stromnetz – eingelegt und daraufhin automatisch entwickelt wurde. Das System wurde bereits 1979 wegen Erfolglosigkeit wieder eingestellt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorgeschichte">Vorgeschichte</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Idee">Idee</h3></div>
<p>Polaroid hatte bereits erfolgreich Sofortbild-Kameras eingeführt, zunächst nach dem Trennbild-Verfahren, dann mit dem Integralfilm des Systems <a href="Polaroid_SX-70" title="Polaroid SX-70">SX-70</a>. Letzteres bedeutete, das Bild kam unmittelbar nach dem Auslösen von einem Motor bewegt aus der Kamera und entwickelte sich ohne jedwedes Zutun des Fotografen von allein.
<i>Polavision</i> setzte diese Idee auf bewegte Bilder um, ein Schmalfilm sollte sich nach der Belichtung ebenfalls ganz von allein entwickeln. Dies setzte ein neukonstruierte Filmkassette voraus, da die bekannte <a href="Super_8_(Filmformat)#Kassette" title="Super 8 (Filmformat)">Super-8-Kassette</a> weder Platz für die erforderlichen Chemikalien zur Entwicklung bot, noch der Film zurückgespult werden konnte. Eine neue Kassette erforderte wiederum eine spezielle Kamera. Da Polaroid den Film auch zur Vorführung in der Kassette belassen wollte, bedurfte es überdies eines speziellen Vorführgeräts.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Marktchancen">Marktchancen</h3></div>
<p>Treibende Kraft des Projekts war der Unternehmensgründer <a href="Edwin_Herbert_Land" title="Edwin Herbert Land">Edwin Herbert Land</a>, während die meisten Mitarbeiter es ablehnten. Ihr Argument war: Super 8 macht nur etwa 3&nbsp;% des gesamten Fotomarkts aus und mit solch einer Dimension ist es unmöglich, die Entwicklungskosten wieder herein zu bekommen – egal, zu welchem Preis man die Geräte und Filme anbietet.<sup id="cite_ref-$68_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-$68-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Land hingegen argumentierte: Es handelt sich um etwas ganz Neues, dass man mit Super 8 nicht vergleichen kann und dass deswegen ungleich mehr Erfolg haben wird.<sup id="cite_ref-Product_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Product-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Polavision sind nicht Filme; es ist ‚eine Art, sich zum Leben und zueinander in Beziehung zu setzen‘.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Edwin Herbert Land</span><sup id="cite_ref-$68_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-$68-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Ein weiteres Problem bestand in der fraglichen Zukunft des Schmalfilms. <a href="Akai" title="Akai">Akai</a> hatte bereits 1970 den tragbaren Videorecorder VT 100 und eine Videokamera dazu herausgebracht. Es handelte sich zwar noch um Schwarzweiß-Geräte, sie zeigten aber bereits die Zukunft, mit 20&nbsp;min Spielzeit pro Band und einer derart immensen Lichtempfindlichkeit, dass man problemlos in der Dämmerung oder bei Zimmerbeleuchtung aufnehmen konnte. Aus diesen Grund kam das Wort <i>Film</i> in der Bezeichnung der Filmkassetten nicht vor, sie erhielten den eigenartigen Namen <i>Polavision Phototape Cassette</i>.
</p><p>Problematisch war auch das an sich für einen „Sofortbild“-Film nicht nötige Konzept, den Film für immer in der Kassette zu belassen. Zum einen musste man einen längeren Film mit mehreren Pausen schauen, in denen das Vorführgerät den Film zurückspulte und die Kassette anschließend auswarf; während der typische Super-8-Projektor 120&nbsp;m Film entsprechend etwa 25&nbsp;min Laufzeit ohne Unterbrechung vorführen konnte. Dies betraf insbesondere die häufige Schmalfilm-Anwendung Urlaubsfilm. Zum anderen konnte man den Film nicht schneiden und deswegen vor allem misslungene Aufnahmen nicht beseitigen. Bei Videorecordern konnte man zwar ebenfalls noch nicht schneiden, weil das nur mit Überspielen ging und der dafür erforderliche zweite Recorder viel zu teuer gekommen wäre. Aber man konnte sich eine Aufnahme sofort ansehen und sie gegebenenfalls wieder löschen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erste_Ankündigungen"><span id="Erste_Ank.C3.BCndigungen"></span>Erste Ankündigungen</h3></div>
<p>Polaroid hielt Neuentwicklungen grundsätzlich bis zur Markteinführung geheim, Anfang 1974 erschien aber ein zweiseitiger Bericht in <a href="Popular_Science" title="Popular Science">Popular Science</a>. Dieser erwähnte die schon seit einiger Zeit im Umlauf befindlichen Gerüchte, welche aber nur darauf fußten, dass nach dem Sofortbild-Foto ein Sofortbild-Film wahrscheinlich ist. Aber er ergänzte die Analyse von Polaroid-Patenten mitsamt einer Skizze der zukünftigen Kassette. Dabei ging man bereits davon aus, dass der Film immer in der Kassette verbleit und nicht in der Kamera, sondern im Projektor entwickelt wird. Bis zur Vorstellung würden aber noch ein paar Jahre vergehen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Tatsächlich waren die Entwicklungsarbeiten schon weit fortgeschritten, der Wechsel des Geräteherstellers führte aber zu einer erheblichen Verzögerung. Zunächst arbeitete man mit <a href="Bell_%26_Howell" title="Bell &amp; Howell">Bell &amp; Howell</a> zusammen, mehrfache Änderungswünsche führten aber im Sommer 1974<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur Trennung.<sup id="cite_ref-$68_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-$68-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1976 kam es dann zu einem Vertrag mit <a href="Eumig" title="Eumig">Eumig</a>, dieses Unternehmen kreierte die Apparate dann ganz nach den Wünschen von Polaroid.<sup id="cite_ref-Eumig_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Eumig-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="System">System</h2></div>
<p>Eumig produzierte die Kamera und das Betrachtungsgerät in seinen Werken in <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>. Zuerst berichtete wiederum Popular Science davon und zeigte mit einem dreiseitigen Artikel Fotos von der Kamera und dem Betrachtungsgerät, man vermutete aber noch einen Preis unter $&nbsp;500 für beides zusammen.<sup id="cite_ref-PS_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsächlich lag der Listenpreis dann bei $&nbsp;699. In Österreich wurde das Set für 9.990&nbsp;öS angeboten.<sup id="cite_ref-Eumig_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Eumig-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Polavision war damit erheblich teurer als vergleichbare Super-8-Geräte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Filmkassette">Filmkassette</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Maße"><span id="Ma.C3.9Fe"></span>Maße</h4></div>
<p>Die Polavision-Kassette war <span class="bruch template-frac" style="line-height:0">5<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">2</sub></span> in hoch, <span class="bruch template-frac" style="line-height:0">2<span class="visualhide"> </span><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">7</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">8</sub></span> in breit und ¾ in dick, entsprechend 130&nbsp;mm × 70&nbsp;mm × 15&nbsp;mm. Sie enthielt einen Film mit einer Länge von 38,5&nbsp;ft, entsprechend 11,7&nbsp;m, welcher der Super-8-Norm folgte und infolgedessen 2800 Bilder enthielt. Polavision lief ausschließlich mit einer Bildfrequenz von 18/s, so dass die Laufzeit 2&nbsp;min 35&nbsp;s betrug – gegenüber 3&nbsp;min 20&nbsp;s bei der Super-8-Kassette.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Aufbau">Aufbau</h4></div>
<p>In der Polavision-Filmkasette befanden sich die beiden Spulen nicht wie von Super 8 bekannt auf einer Achse, sondern in einer Ebene. War sie in einer Kamera eingelegt, dann lagen unten die Aufwickel-, darüber die Abwickelspule und nochmals darüber der Tank mit der Entwicklungsflüssigkeit. Um letzteren verlief der Film in einer Schleife. Damit der Film auch zur Vorführung in der Kassette verbleiben konnte, gab es ein Prisma hinter dem Bildfenster, welches die Lichtstrahlen der Projektorlampe auf den Film umlenkte. Der Film trug am Anfang den aufgedruckten Schriftzug <i>unexposed</i> und am Ende <i>exposed</i>.<sup id="cite_ref-PS_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Filmentwicklung">Filmentwicklung</h4></div>
<p>Die Filmentwicklung wurde mit dem Zurückspulen des komplett durchgelaufenen Films automatisch eingeleitet. Der Tank für die Entwicklungsflüssigkeit war dafür mit einem Deckel verschlossen, an dem ein Kunststoffband hing. Dieses Band wies ein pfeilförmiges Ende auf, welches neben dem Film lag und durch die Bewegung des Films in ein Loch geschoben wurde, dass sich am Ende des Films befand. Durch einen Widerhaken blieb das Band im Loch hängen, dass dazu eine geeignete Form aufwies. So öffnete sich der Tank, wobei das Band mit aufgewickelt wurde und mit einer Sollbruchstelle nach der Öffnung vom Deckel abriss, der an einer bestimmten Stelle in der Kassette verblieb. Da sich die Kassette während der Entwicklung nicht in der Kamera, sondern im Betrachtungsgerät befand, hatte sie eine definierte Lage, bei der die Entwicklungsflüssigkeit direkt auf den Film lief.
</p><p>Das Betrachtungsgerät erfuhr durch zwei elektrische Kontakte, ob es sich um einen unentwickelten Film handelte. Dann waren die beiden Kontakte durch ein Blech miteinander verbunden. Dieses Blech wies zwei Widerhaken auf, die sich beim Rückspulen rechts und links in den Filmanfang einhaken konnten, weil es dort eine verjüngte Stelle gab. Anschließend lief das Blech mit dem Film mit, unterbrach so den elektrischen Kontakt und bewegte ein weiteres Blech. Dieses schob sich vor den Tank, um ihn durch einhaken wieder zu verschließen.
</p><p>An dem Ablauf waren mehrere Umlenkrollen beteiligt. Da es zudem Arretierungen für die beiden Spulen gab, befand sich im Inneren der Polavisions-Kassette ein ausgesprochen komplizierter Mechanismus.<sup id="cite_ref-Entwicklung_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Entwicklung-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kamera">Kamera</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Polavision_Land_Camera_3600">Polavision Land Camera 3600</h4></div>

<p>Zum System gehörte eine gut, aber billig aussehende Filmkamera, was der Realität entsprach.<sup id="cite_ref-PS_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihr Objektiv war mit f/1,8 und 12&nbsp;mm bis 25&nbsp;mm Brennweite für eine 8-mm-Kamera weder besonders lichtstark, noch mit einem großen Zoom-Bereich ausgestattet. Für die Entfernungseinstellung konnte man den Tubus axial bewegen, wobei es nur zwei Stellungen gab, nämlich für 2&nbsp;m bis 5&nbsp;m und für 5&nbsp;m bis unendlich. Das Zoomen ging nicht motorisch vonstatten, wie es bei Super-8-Kameras mittlerweile Standard war, sondern durch Drehen des schwergängigen Tubus, wozu man einen Hebel rechts oder links anschrauben konnte, um den Sensor des Belichtungsmessers nicht mit der Hand zu verdecken. Für die Stromversorgung befanden sich vier AA-Zellen im Handgriff. Die Bildfrequenz betrug 18/s, es gab weder Zeitlupe, noch Zeitraffer.<sup id="cite_ref-PS_6-3" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für diese Kamera gab es mit der Polavision Twi Light eine einfache Filmleuchte, die auf die Kamera geschraubt wurde. Sie bestand aus zwei transparenten Kunststoffröhren mit je einer Halogen-Reflektorlampe, die mit Netzspannung betrieben wurden. Mit dem Aufschrauben bewegte sich der Rotfilter aus den Strahlengang, um bei Kunstlicht aufnehmen zu können – es verhielt sich also genau <a href="Super_8_(Filmformat)#Emulsionen" title="Super 8 (Filmformat)"> wie bei Super 8</a>. Kamen andere Filmleuchten zum Einsatz, dann musste die unten in den Griff eingeschraubte Trageschlaufe anstelle der Filmleuchte montiert werden.<sup id="cite_ref-Product_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Product-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eumig hat 171.000 Kameras produziert.<sup id="cite_ref-Eumig_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-Eumig-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nicht_mehr_realisierte_Modelle">Nicht mehr realisierte Modelle</h4></div>
<p>Polaroid kündigte zur Vorstellung von Polavision aufwendigere Kameras an, darunter eine <a href="Super_8_(Filmformat)#XL-Kameras" title="Super 8 (Filmformat)">XL-Kamera</a>, also eine Kamera für schlechte Lichtverhältnisse, und eine Tonfilmkamera, die mit Tonspur auf dem Film arbeitet. Zudem sprach man von einer Fotofunktion, um Einzelbilder zu belichten, also bis zu 2800 Bilder auf eine Kassette unterbringen zu können.<sup id="cite_ref-PS_6-4" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Mekel_300_Instant_Analysis_Camera">Mekel 300 Instant Analysis Camera</h4></div>
<p>Von der Mekel Engineering Inc. gab es die Hochgeschwindigkeitskamera <i>Mekel 300 Instant Analysis Camera</i>, die mit einer Bildfrequenz von 4/s bis 300/s aufnehmen konnte, also bei Maximalgeschwindigkeit eine Kassette in rund 10 s durchlaufen lassen konnte.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Betrachtungsgerät"><span id="Betrachtungsger.C3.A4t"></span>Betrachtungsgerät</h3></div>

<p>Polaroid bot für das System nur einen einzigen Apparat zum Betrachten an, welcher in etwa das Aussehen eines portablen Fernsehgeräts hatte. Der <i>Polavision Player</i> war nämlich ein Rückprojektionsgerät mit 12" Bilddiagonale. Er arbeitete mit einer 100&nbsp;W Halogenlampe, die mit 12&nbsp;V betrieben wurde. Das Gerät hatte nur wenige Bedienelemente: nach Abnehmen der Rückwand kam ein Drehschalter zum Vorschein, mit dem man die Netzspannung auf verschiedene Werte zwischen 100&nbsp;V und 240&nbsp;V einstellen konnte; unter der Rückwand gab eine Taste für den vorzeitigen Auswurf und ein Drehrad für den Bildfang; oben auf dem Gerät lag in der Griffmulde ein weiteres Drehrad für die Fokussierung.
</p><p>Steckte man nach Öffnen eines Deckels auf der Gehäuseoberseite eine Filmkassette in das Gerät, dann schaltete es sich automatisch ein und startete. Erkannte es dabei eine unentwickelte Kassette, dann wurde sie in 90&nbsp;s zurückgespult und dabei entwickelt. Nach 45&nbsp;s Wartezeit zum Trocknen und Ausentwickeln des Film begann automatisch die Vorführung. Im Falle einer entwickelten Kassette startete die Vorführung. Am Ende wurde die Kassette binnen 15&nbsp;s zurückgespult und ausgeworfen. Als Zubehör gab es die <i>Instant Replay Control</i>, eine Taste, die mit einer Zuleitung hinten an das Gerät angeschlossen wurde und mit der man den Film rückwärts laufen lassen konnte, um sich ein Abschnitt noch einmal anzuschauen.<sup id="cite_ref-PS_6-5" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Problematisch an der Vollautomatik war ein Defekt an der Kassette, dann lief der Film nur wenige Sekunden vorwärts und wurde wieder zurückgespult. In diesem Fall konnte der Benutzer nicht eingreifen, um die Störung zu beheben.<sup id="cite_ref-Product_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Product-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eumig hat 215.000 Polavision Player produziert.<sup id="cite_ref-Eumig_5-3" class="reference"><a href="#cite_note-Eumig-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Film">Film</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Arbeitsweise">Arbeitsweise</h3></div>
<p>Der Polavision-Film war anders als das SX-70-Sofortbild aufgebaut, nämlich nach dem Rasterverfahren. Dieses stammte aus der Zeit vor dem modernen Farbfilm, wie sie um 1935 mit <a href="Kodak_Kodachrome" title="Kodak Kodachrome">Kodachrome</a> und <a href="Agfa#Agfacolor_Neu" title="Agfa">Agfacolor Neu</a> erschienen. Allerdings konnte Polaroid mit 4500 Streifen pro Zoll<sup id="cite_ref-PS_6-6" class="reference"><a href="#cite_note-PS-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ein feineres Raster und somit eine höhere Auflösung als damals erzeugen. Dabei verwendete man das <a href="Linienrasterverfahren" title="Linienrasterverfahren">Linienrasterverfahren</a>:
</p><p>Während Super-8-Filme aus dem weißen Licht der Projektorlampe die nicht benötigten Anteile herausfilterten, also mit subtraktiver Farbmischung arbeiteten, nutzte Polavision mit dem Rasterverfahren die additive Farbmischung. Es handelte sich um einen Schwarzweißfilm, auf den ein Muster von kleinen Farbfiltern für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau angebracht waren. Der Schwarzweißfilm bestimmte dabei die Helligkeit jeder Farbe. Nachteilig an dem Verfahren war die geringe Empfindlichkeit und das dunkle Projektionsbild. Dies lag daran, dass aus dem auftreffenden Licht zunächst durch filtern die Grundfarbe erzeugt wurde und dann noch einmal die Grundfarbe – vom Schwarzweißfilm – gefiltert wurde, um ihre Helligkeit zu bestimmen. Umgekehrt wurde vom Licht der Projektionslampe erst einmal große Anteile herausgefiltert, um die Grundfarben zu erhalten, und dann noch die Grundfarbe verdunkelt, um die richtige Farbe und Helligkeit zu erzeugen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Filmtypen">Filmtypen</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Phototape_Cassette_Type_608">Phototape Cassette Type 608</h4></div>
<p>Der Typ 608 war – wie von den Super-8-Kassetten gewohnt – für Kunstlicht sensibilisiert und wies eine Empfindlichkeit von ISO 40/17° auf. Er war der Standardfilm, mit dem das System auch vorgestellt wurde. In den USA betrug der Listenpreis $ 9,95,<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Super-8-Kassetten waren demgegenüber deutlich billiger.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Phototape_Cassette_Type_617">Phototape Cassette Type 617</h4></div>
<p>Der Typ 617 war ein Schwarzweißfilm mit ISO 125/22° Empfindlichkeit. Er war vor allem für Forschung und Entwicklung gedacht.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Phototape_Cassette_Type_618">Phototape Cassette Type 618</h4></div>
<p>Der Type 618 war der Nachfolger des Typs 608 und besaß unverändert eine Empfindlichkeit von ISO 40/17°.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildqualität"><span id="Bildqualit.C3.A4t"></span>Bildqualität</h3></div>
<p><a href="Consumer_Reports" title="Consumer Reports">Consumer Reports</a> beschrieb das Bild als „trüb und dunkel“, was allerdings einige Künstler faszinierte, darunter <a href="Charles_Eames" title="Charles Eames">Charles Eames</a>, <a href="Stan_Brakhage" title="Stan Brakhage">Stan Brakhage</a> und <a href="Andy_Warhol" title="Andy Warhol">Andy Warhol</a>. Grundsätzlich ließ sich der Film aus der Kassette herausziehen, um ihn mit einen gewöhnlichen Super-8-Projektor vorzuführen. Montierte man ihn aber zusammen mit herkömmlichen Super-8-Film, dann führte dies zu unbrauchbaren Ergebnissen, da die Helligkeit dann stark schwankte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Markteinführung"><span id="Markteinf.C3.BChrung"></span>Markteinführung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="USA">USA</h3></div>
<p>Polaroid startete Anfang 1978 den Verkauf und gewann <a href="Danny_Kaye" title="Danny Kaye">Danny Kaye</a> für eine Werbekampagne, ein in den 1950er Jahren bekannten Komiker.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darüber hinaus erschienen weitere Werbespots,<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> man konnte aber kein Interesse bei den potenziellen Kunden wecken. Popular Science brachte im Frühjahr 1978 sogar einen Artikel, in dem man auf einer Doppelseite berichtete, wie gut sich Polavision auf zwei Partys bewährt habe.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Ich habe das Produkt ausprobiert, aber es war im Vergleich zu allem, was Kodak zu bieten hatte, ein totaler Reinfall. […] Sofortbildfilme waren zwar eine technische Meisterleistung, aber genau das trenne die Polaroid-Techniker von den Polaroid-Pragmatikern. Es gab einfach nicht genug Kunden, an denen sich das Potenzial dieser Technologie hätte auszahlen lassen.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Paul Giambarba, ehemaliger freier Mitarbeiter von Polaroid</span><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<p>Polaroid Deutschland hatte sechs Monate nach Verkaufsbeginn gerade einmal 1.000 Sets ausgeliefert,<sup id="cite_ref-KM_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-KM-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> also kaum mehr als die Vorführgeräte. Polavision blieb weitgehend unbekannt, außer durch einige Berichte in Zeitschriften und Fernsehsendungen, in denen technische Neuheiten vorgestellt wurden, hatte man kaum eine Chance, davon zu erfahren. Es gab keine Werbespots im Werbefernsehen und noch nicht einmal eine Werbekampagne in Fachzeitschriften.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kundenwünsche"><span id="Kundenw.C3.BCnsche"></span>Kundenwünsche</h3></div>
<p>Für den Privathaushalt war kein Kundenwunsch ersichtlich. Während bei der Sofortbild-Fotokamera das Foto bereits am Aufnahmeort beurteilt und Anwesenden mitgegeben werden konnte, entfielen diese Aspekte bei Polavision. Da der Film nicht in der Kamera entwickelt wurde, konnte er erst zu Hause betrachtet werden. Im Falle einer Urlaubsreise bestand also kaum ein Unterschied zu Super 8, zumal, wenn man die belichteten Filme vom Urlaubsort aus zum Labor sandte und sie daraufhin bei der Heimkehr bereits im Briefkasten lagen.
</p><p>Für den professionellen Einsatz gab es Einsatzgebiete, beispielsweise das Filmen von Sportlern, um anschließend mit ihnen den Bewegungsablauf zu besprechen. Allerdings standen dafür auch schon Videokameras mit tragbaren Recorder bereit, die zwar erheblich teurer waren, dafür aber die hohen Kosten für die Filmkassetten vermieden. Folglich lohnte sich Polavision nur bei seltenen Einsatz. Eine Ausnahme stellten lediglich Aufnahmen mit der Hochgeschwindigkeitskamera dar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Marktsituation">Marktsituation</h3></div>
<p>Super 8 hatte den Höhepunkt in den Jahren 1972 bis 1975, danach ließen die Verkäufe von Kameras und Projektoren bereits nach. Der Grund lag in den tragbaren Farb-Videorecordern mit zugehöriger Kamera, die zwar mit über 7000 DM noch immens viel kosteten, aber ein Ende des Heimkinos in der nicht allzu fernen Zukunft vermuten ließen. In dieser Situation gelang es Polaroid nicht, Polavision bekannt zu machen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ende">Ende</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Änderung_der_Zielgruppe"><span id=".C3.84nderung_der_Zielgruppe"></span>Änderung der Zielgruppe</h3></div>
<p>Nachdem man bei den Privathaushalten nicht Fuß fassen konnte, versuchte Polaroid im November 1978 mit einer ganzseitigen Zeitungsannonce gewerbliche Kunden anzusprechen. Anstatt – wie in der Werbung üblich – Kundenwünsche zu erfüllen, geriet man in Panik und versuchte dabei, den Kunden mitzuteilen, was sie mit dem Produkt machen sollen.<sup id="cite_ref-$68_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-$68-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die Annonce trug die Überschrift: <i>48 Legitimate business reasons for buying Polaroid Instant Movies for yourself</i> (48 legitime geschäftliche Gründe, warum Sie Polaroid Sofortbildfilme für sich selbst kaufen sollten), zählte alphabetisch geordnet Branchen auf und nannte dahinter die Einsatzmöglichkeit. Beispielsweise:
</p>
<ul><li>Adoptionsagenturen: Es ist eine der schnellsten und schonendsten Möglichkeiten, Kinder potenziellen Eltern vorzustellen.</li>
<li>Werbung: Polavision bietet die effizienteste Möglichkeit, Drehorte, Requisiten und Kostüme zu finden.</li>
<li>Feldberichte: Polavision-Kassetten ermöglichen es dem Reporter, viel wortreichen oder beschreibenden Text zu vermeiden.</li>
<li>Spendenakquise: Dank der Mobilität können Werber ihre Botschaften auf intime und persönliche Weise präsentieren, ohne auf komplizierte und sperrige Ausrüstung zurückgreifen zu müssen.</li>
<li>Warenhäuser: Werbemaßnahmen zur Kundenfrequenzsteigerung und Verkaufsdisplays können den Einsatz der Geräte zeigen.</li></ul>
<p>Der Erfolg blieb dabei aus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einstellung">Einstellung</h3></div>
<p>Da kaum jemand von der Exsistenz des Systems erfahren hatte, blieb die Einstellung von Polavision im Jahr 1979 praktisch unbemerkt. Es trug aber erheblich zum Untergang des Gerätelieferanten Eumig bei. Die letzten Kassetten wurden 1988 verkauft und hatten 1990 als Verfallsdatum, ihnen lag ein Zettel bei, der auf das Produktionsende hinwies.
</p><p>Der größte Teil der produzierten Geräte verkaufte Polaroid 1979 als Restposten, damit hatte Polavision ein Verlust von insgesamt $ 68,5 Mio. verursacht. Als Folge trat Edwin Herbert Land 1980 als Vorstandsvorsitzender zurück und verließ das Unternehmen zwei Jahre später.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Um die Produktionsanlagen weiter noch nutzen zu können, stellte Polaroid 1983 den „Sofortbild“-Diafilm für Kleinbildkameras <a href="PolaChrome" title="PolaChrome">PolaChrome</a> vor, der sich aber nur an professionelle Anwender wandte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Agfa">Agfa</h3></div>
<p>Das <a href="Agfa_Camerawerk_M%C3%BCnchen" title="Agfa Camerawerk München">Agfa Camerawerk</a> ließ sich durch den Misserfolg aber nicht beirren und stellte 1980 mit <a href="Agfa_Family" title="Agfa Family">Agfa Family</a> ein vergleichbares System, also eine einfache Kamera und ein Betrachtungsgerät für gewöhnliche Super-8-Kassetten vor, dass sich dann als ebenso unverkäuflich erwies und ebenfalls zum Untergang des Geräteherstellers beigetragen hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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</li>
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</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Schritt ins Nirgendwo</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>3</span>, 1974 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558554.html">online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Polavision&amp;rft.atitle=Schritt+ins+Nirgendwo&amp;rft.date=1974&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=3&amp;rft.jtitle=Der+Spiegel" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
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</li>
<li id="cite_note-PS-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-PS_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-PS_6-6">g</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Inside Polaroid's instant movie system</i>, <a href="Popular_Science" title="Popular Science">Popular Science</a> August 1977</span>
</li>
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</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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